Radsport · Kaufberatung

Velohelm kaufen: Welche Grösse und welcher Typ passt?

Aktualisiert am 2. November 2026 · ca. 6 Minuten Lesezeit · von Neset

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Ein Velohelm schützt nur, wenn er richtig sitzt. Ein zu grosser oder schief getragener Helm rutscht bei einem Sturz genau dann weg, wenn er gebraucht wird. Die gute Nachricht: Die richtige Grösse findest du mit einem Massband in zwei Minuten.

Kurz und knapp Miss deinen Kopfumfang und kaufe den Helm nach der Grössentabelle des Herstellers. Er sitzt richtig, wenn er waagrecht etwa zwei Finger über den Augenbrauen sitzt und beim Kopfschütteln auch mit offenem Kinnriemen nicht wackelt.

SchnellauswahlDetails weiter unten

Für die meistenVelohelm mit MIPSRennvelo, Tour und Alltag · ca. 60–150 €
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Für die StadtUrban-Helm mit integriertem LichtGeschlossener, gut sichtbar · ca. 50–120 €
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Für TrailsMountainbike-Helm mit SchirmSchützt den Hinterkopf tiefer · ca. 50–150 €
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So misst du deinen Kopfumfang

Leg ein weiches Massband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und über den Ohren um den Kopf, hinten über die breiteste Stelle des Hinterkopfs. Den Wert vergleichst du mit der Tabelle des Herstellers.

GrösseTypischer Kopfumfang
Sca. 51–55 cm
Mca. 55–59 cm
Lca. 59–63 cm

Das sind Beispielwerte, jeder Hersteller hat eigene Tabellen. Liegst du genau zwischen zwei Grössen, hilft das Drehrad am Hinterkopf beim Feineinstellen.

So sitzt der Helm richtig

Welcher Helmtyp passt zu dir?

TypMerkmaleFür wen
Rennveloleicht, viele LüftungsöffnungenRennvelo, lange Touren
MountainbikeSchirm, schützt den Hinterkopf tieferTrails und Gelände
Urbangeschlossener, oft mit LichtPendeln und Stadt
Kinderhelmkleinere Grössen, oft mit InsektennetzKinder

Worauf du sonst noch achten solltest

Gilt eine Helmpflicht?

Auf schnellen E-Bikes mit Unterstützung bis 45 km/h ist der Helm in der Schweiz Pflicht. Auch auf dem normalen Velo und dem langsamen E-Bike empfiehlt ihn die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Wann muss ein Helm ersetzt werden?

Nach jedem Sturz, bei dem der Helm aufgeschlagen hat, auch wenn du keinen Schaden siehst. Der Schaumstoff im Inneren kann den Aufprall nur einmal richtig dämpfen. Zudem altert das Material durch Sonne und Schweiss. Viele Hersteller empfehlen deshalb einen Austausch nach einigen Jahren, die genaue Angabe steht in der Anleitung.

Unsere Empfehlungen

Statt eines einzelnen „Testsiegers“ zeigen wir dir, nach welchem Typ du suchen solltest. Die Links führen zur passenden Auswahl auf Amazon.

Allrounder

Velohelm mit MIPS

Für Rennvelo, Touren und den Alltag, mit zusätzlicher Gleitschicht.

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Stadt

Urban-Helm mit Licht

Geschlossener, sportlich-schlicht und mit Rücklicht gut sichtbar.

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Gelände

Mountainbike-Helm

Mit Schirm gegen Sonne und Äste, schützt den Hinterkopf tiefer.

  • Ungefähre Preisspanne: 50–150 €
  • Tipp: Platz für die Brille prüfen
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Die drei häufigsten Fehler

  1. Helm in den Nacken geschoben. Dann ist die Stirn ungeschützt, genau dort, wo man oft aufschlägt.
  2. Kinnriemen zu locker. Der Helm rutscht bei einem Sturz weg.
  3. Den alten Helm nach einem Sturz weiter tragen. Er sieht vielleicht heil aus, schützt aber nicht mehr richtig.

Häufige Fragen

Ist ein teurer Helm sicherer?

Nicht unbedingt. Alle Helme mit EN 1078 haben dieselbe Prüfung bestanden. Teurere Modelle sind meist leichter, besser belüftet und bequemer. Wichtiger als der Preis ist, dass der Helm passt.

Brauche ich MIPS?

Es ist kein Muss, aber ein sinnvolles Extra. Weil MIPS inzwischen auch in günstigen Helmen steckt, lohnt es sich meist, darauf zu achten.

Kann ich einen Velohelm zum Skifahren nehmen?

Nein. Skihelme sind nach einer anderen Norm geprüft (EN 1077), wärmer und auf andere Stürze ausgelegt. Mehr dazu im Ratgeber Skihelm und Skibrille.

Neset trainiert MMA und Ringen und hat jahrelang zu Hause mit Hanteln trainiert. Bei GearCheck schreibt er über Sportausrüstung, die im Training wirklich etwas bringt. Mehr über uns